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20.7.2009 von admin.
„Unser Gehirn wächst durchaus auch noch, wenn wir älter sind”, erklärte Privatdozent Dr. Arne May aus Hamburg gegenüber Medical Tribune. Mit seinen Forschungsarbeiten hat der Mediziner ein Dogma erschüttert. Denn bisher nahm man an, dass das Gehirn ab einem gewissen Alter stabil ist und sich physiologischerweise nicht mehr verändert. Das aber ist falsch, wie sich bei 44 gesunden Probanden im Alter zwischen 50 und 67 Jahren nachweisen ließ. Alle sollten das Jonglieren lernen. Vor und nach dem dreimonatigen Training wurde das Gehirn der Probanden mittels einer Kernspintomographie untersucht und dies nach einer dreimonatigen Trainingspause wiederholt. Das Ergebnis: Bei den Jongleuren war eine einseitige Vergrößerung der grauen Substanz zu beobachten, und zwar genau im Bereich des visuellen Assoziationskortex – der Region, die für die Wahrnehmung von Bewegungen im Raum verantwortlich ist.
Auch der für das Lernen wichtige Hippocampus und der Nucleus accumbens, der zum Belohnungssystem gehört, präsentierten sich vergrößert. Nicht jonglierende Kontrollpersonen wiesen keine derartigen Veränderungen auf und die Jongleure verloren den zerebralen „Zuwachs” wieder in der Trainingspause. „Diese Beobachtungen beweisen, dass das Lernen und damit verbundene strukturelle Veränderungen im Gehirn nicht auf das jugendliche Alter beschränkt sind”, erläuterte Dr. May. Auch im Erwachsenenalter kann sich demnach die anatomische Struktur des menschlichen Gehirns noch verändern und das Denkorgan bei entsprechenden Anforderungen noch „mitwachsen”.
Medical Tribune, Ausgabe 23 / 2009 S.22, CV
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20.7.2009 von admin.
BERLIN (dpa). Der Besuch in Sonnenstudios ist für Jugendliche künftig verboten. Der Bundesrat beschloss in seiner Sitzung am Freitag, dass unter 18-Jährige keine Solarien mehr nutzen dürfen.
Wenn ein Sonnenstudio-Betreiber einem Jugendlichen doch den Besuch der Sonnenbank erlaubt, droht eine Geldstrafe von bis zu 50 000 Euro. Pro Jahr erkranken nach Angaben der Krebshilfe mehr als 140 000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs.
Ärzte Zeitung, 13.07.2009
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9.6.2009 von admin.
Foto: Max Tactic ©www.fotolia.de
SEATTLE (hub). Erneut hat eine Studie ergeben: Es ist gleich, wo und wie Akupunkturnadeln gesetzt werden. Die Methode ist der konventionellen Therapie bei chronischen Schmerzen in jedem Fall überlegen. In der aktuellen Studie erhielten über 600 Patienten mit chronischen, nicht entzündlichen Rückenschmerzen eine individualisierte Akupunktur, eine Standardakupunktur oder eine simulierte Akupunktur.
Hierzu werden spezielle Nadeln verwendet, die nicht in die Haut eindringen. Genadelt wurde sieben mal innerhalb von zehn Wochen. Eine weitere Patientengruppe erhielt eine konventionelle Behandlung, meist mit Schmerzmitteln (Arch Int Med 169, 2009, 858).
Mit Akupunktur verringerte sich die Bewegungseinschränkung durch die Schmerzen um 60 Prozent - auch in der Gruppe mit Scheinakupunktur. Bei konventioneller Therapie minderte sich die Bewegungseinschränkung hingegen nur um 39 Prozent.
Ärzte Zeitung online, 03.06.2009
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9.6.2009 von admin.
HANNOVER/CAMBRIDGE (dpa). Wenn junge Schimpansen oder Gorillas gekitzelt werden, bekommen sie ähnliche Kicheranfälle wie Kleinkinder. Lachen ist also keineswegs eine typisch menschliche Eigenschaft. Das hat ein deutsch-amerikanisches Forscherteam in einer Studie mit Primaten- und Menschenkindern herausgefunden.

Orang-Utan Naru krümmt sich vor Lachen, als er gekitzelt wird.
Foto: dpa-Bildfunk
Das Lachen lasse sich 10 bis 16 Millionen Jahre zurückverfolgen bis zum letzten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Menschenaffen, schreiben die Wissenschaftler (Current Biology online vorab, Juni 2009).
”Uns hat überrascht, dass Kitzeln selbst bei Gorillas und Orang-Utans Lautäußerungen auslöst”, sagt Professor Elke Zimmermann von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Die Zoologin, die die Studie initiiert hat, sammelt seit mehr als zehn Jahren Aufnahmen mit Lauten von Menschenaffen.
Insgesamt zeichneten die Forscher 800 Ton- und Videodokumente davon auf, wie Pfleger in Zoos und einem Orang-Utan-Zentrum in Malaysia 22 Tiere an den Händen, Füßen, im Nacken und in den Achselhöhlen kitzelten. Bei den drei Menschenkindern übernahmen die Eltern die Aufgabe. “Das waren keine künstlichen Situationen”, betont Zimmermann. Das Kitzeln gehöre auch bei Affen zum natürlichen Verhaltensrepertoire im Spiel.
Ärzte Zeitung online, 05.06.2009
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9.6.2009 von admin.
WESTCHESTER (ars). Vor dem Schlafen weniger Fernsehen - das sehen US-Forscher als wichtigste Verhaltensänderung, um chronischen Schlafmangel zu verhindern. Denn Fernsehen verleitet dazu, lange aufzubleiben.
Foto: Marina Bartel ©www.fotolia.de
In einer Studie mit rund 21 500 Teilnehmern, präsentiert bei einem Kongress in Westchester, hatte Fernsehen den größten Einfluss auf den Beginn der Schlafperiode - mehr als die Zeit des Sonnenuntergangs oder biologische Faktoren.
Die Hälfte der Teilnehmer verbrachte die Zeit vor dem Zubettgehen vor dem TV. Bis zu 40 Prozent der Amerikaner schlafen weniger als die empfohlenen sieben bis acht Stunden. Schlafdefizite jedoch gehen einher mit Übergewicht sowie erhöhtem Krankheits- und Sterberisiko.
Ärzte Zeitung, 09.06.2009
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9.6.2009 von admin.
In Deutschland haben schätzungsweise sieben Millionen Menschen Osteoporose. Dabei erklärt sich eine steigende Prävalenz nicht nur mit dem größer werdenden Seniorenanteil in unserer Gesellschaft.
Von Werner Stingl
Diese Mutter macht es vor: Für gesunde Knochen ist viel Bewegung von Kindheit an wichtig.
Foto: Kzenon©www.fotolia.de
Setzt sich der Trend zu einem schon im Kindesalter nicht mehr knochengesunden Lebensstil fort, wird die Osteoporose auch deshalb immer öfter und in immer jüngeren Jahren manifest werden.
Regelmäßige Bewegung - vorzugsweise im Freien - und eine gesunde, kalziumreiche Ernährung sind entscheidende Maßnahmen für eine effektive Osteoporose-Prophylaxe. Ein gesunder Lebensstil sollte jedoch von Kindheit an durch das ganze Leben hindurch gepflegt werden, hat die niedergelassene Hausärztin Dr. Frauke Höllering aus Arnsberg auf einer Veranstaltung des Unternehmens Sandoz in München betont.
Ärzte Zeitung, 08.06.2009
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9.6.2009 von admin.

Die Allergene von Birke und Soja ähneln sich verblüffend. Ob dies klinische Relevanz hat, prüften Privatdozentin Dr. Regina Treudler und Kollegen von der Universitäts-Hautklinik Leipzig an 100 Patienten mit Birkenpollenallergie. Neben Pricktests mit Sojadrink erfolgten IgE-Messungen und ein Soja-Verzehr-Interview.
Von den 100 Probanden hatten 65 bislang mindestens ein Sojaprodukt verzehrt. In etwa jedem dritten Fall (20/65) kam es hiernach zur Soforttypreaktion. Alle bis auf einen Patienten berichteten über ein orales Allergiesyndrom mit Schleimhautsymptomen wie Jucken, Schwellung und pelzigem Gefühl. Ein Angioödem erlitten fünf Patienten, in vier Fällen kam es zu Kreislaufbeschwerden, Juckreiz, Flush und Urtikaria, wie die Kollegin auf der 45. DDG-Tagung berichtete. In 58 % war dem Zwischenfall ein Konsum von Sojadrinks vorausgegangen. Seltener hatten Ketjap manis, Sojabohnen, -flocken, -pudding oder Tofu das Immunsystem alarmiert. Birkenpollenallergiker sollten über diese mögliche Kosensibilisierung informiert sein: Gewarnt werden müssen sie vor allem vor nichthydrolysierten Produkten wie Sojadrinks.
Medical Tribune / 09.06.09 , Ausgabe 22 / 2009 S.26, CG, jupiterimages
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9.6.2009 von admin.

Der Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index (BMI) und dem Lebenszeit lässt sich am besten an einem großen Kollektiv ablesen. Die Prospective Studies Collaboration rekrutierte für ihre Metaanalyse deshalb 57 einschlägige Studien, zumeist aus Westeuropa oder Nordamerika, mit zusammen fast 900 000 Teilnehmern.
Wie schon zu erwarten war, lebt der Mensch mit einem BMI zwischen 22,5 und 25 kg/m2 am längsten. Jenseits der Obergrenze erhöht jeder BMI-Anstieg um 5 Punkte die Gesamtmortalität um rund 30 %, die Sterblichkeit aufgrund von Gefäßkrankheiten klettert um 40 % und die Diabetesmortalität sogar um etwa 120 %. Auch für Krebserkrankungen (10 % pro 5 kg/m2) sowie Atemwegs-, Leber- und Nierenleiden verzeichneten die Autoren eine deutlich erhöhte Mortalität.
Ein BMI zwischen 30 und 35 reduziert die Lebenserwartung um zwei bis vier Jahre, ein BMI von 40 bis 45 kostet sogar acht bis zehn Jahre – so viel wie das Rauchen.
Am besten ist, man nimmt gar nicht erst zu: So gewinnt ein junger Mensch, der seinen BMI nicht von 24 auf 32 steigen lässt, drei Lebensjahre und ein Patient mittleren Alters, der einen Anstieg von 28 auf 32 verhindert, hat zwei Jahre mehr zu leben. Êxtremes Abnehmen ist allerdings auch nicht gesund: Superleichtgewichte (BMI < 22,5 ) sterben häufig an Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs – vor allem, wenn sie auch noch rauchen.
Medical Tribune / 04.06.09 Ausgabe 22 / 2009 S.11, rft, irisblende
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20.5.2009 von admin.
Regelmäßige körperliche Aktivität gehört bei Typ-2-Diabetes zu den Basismaßnahmen. Sie vermindert die Insulinresistenz und wirkt günstig auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Trotz der in großen Studien belegten Effektivität wird eine vermehrte körperliche Aktivität zu selten empfohlen, wie die DDG in ihrer evidenzbasierten Leitlinie “Körperliche Aktivität und Diabetes mellitus” bemängelt, die sie im Oktober 2008 veröffentlicht hat. Für Diabetiker empfiehlt sie 300 Minuten Ausdauertraining pro Woche entsprechend einem täglichen Spaziergang von 45 Minuten. Am besten geeignet ist Walking, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. (eb)
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/ redaktion/mitteilungen/leitlinien/EBL_Bewegung_2008.pdf
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13.5.2009 von admin.
Zu diesem Ergebnis kommen deutsche und amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift “Proceedings Of The National Academy Of Sciences” - PNAS. Sie hatten junge Männer untersucht, die ein vierwöchiges Sportprogramm absolvierten. Die Hälfte der Probanden nahm täglich Vitamin C- und E-Präparate ein - so genannte Antioxidantien. Die andere Hälfte verzichtete darauf. Nur bei der Gruppe, die keine Vitamintabletten schluckte, stieg infolge der Bewegung die Insulinempfindlichkeit an. Eine hohe Insulinempfindlichkeit reduziert das Risiko an Diabetes vom Typ zwei zu erkranken. Die Forscher vermuten, dass der Sport die Bildung freier Sauerstoffradikale anregt, die wiederum die Empfindlichkeit für Insulin erhöhen. Antioxidantien wie Vitamin C und E fangen die freien Radikale ab und verhindern dadurch, nach Ansicht der Forscher, deren positive Wirkung. [seyn]
(Quelle: DOI: 10.1073_pnas.0903485106)
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